Dreifaltigkeitssäule
Die Dreifaltigkeitssäule auf dem Theresienplatz in Straubing ist eine etwa 15 Meter hohe Votivsäule, die im Jahr 1704 gelobt und 1709 errichtet wurde. Sie gehört zu einer besonders im Donauraum verbreiteten Gattung von Denkmälern und ist ein Wahrzeichen des Straubinger Stadtplatzes. Sie gilt als ein barockes Symbol christlicher Frömmigkeit, die von bürgerlichem Stolz und Opferwillen begleitet wurde. Während des Spanischen Erbfolgekrieges belagerten österreichische Husaren unter General d’Herbeville die Stadt Straubing. Nachdem am 28. Oktober 1704 die Stadt auf obersten Befehl hin kapitulieren und den Österreichern Einlass gewähren musste, zogen die feindlichen Truppen in die Stadt ein. Bereits am 3. August 1704 hatten Regierung, Stiftskapitel, Magistrat und die Straubinger Bürgerschaft gelobt, ein der heiligen Dreifaltigkeit geweihtes Denkmal zu errichten, sofern die Belagerung der Stadt glimpflich verlaufen sollte. Obwohl die österreichischen Besatzer zehn Jahre in Straubing blieben, kamen die Straubinger Bürger verhältnismäßig unbehelligt davon. Noch während der Besatzungszeit lösten die Straubinger das Gelübde ein. Nachdem die Säule am 17. Oktober 1709 aufgestellt worden war, wurde sie am 20. Oktober eingeweiht. Die korinthische Säule steht auf einem quadratischen Sockel. Auf der Säule thront die Gruppe der heiligen Dreifaltigkeit, wobei Gottvater und Gottes Sohn an den Seiten der Weltkugel stehen, während der Heilige Geist, der durch das Symbol der Taube dargestellt wird, in einem Strahlenkranz über dem Kreuz schwebt, das auf der Weltkugel postiert ist. Die Dreifaltigkeitsgruppe wurde aus Holz gefertigt, mit Kupfer beschlagen und anschließend vergoldet. Die Goldblätter lieferte der Regensburger Goldschläger Johann Schirmer, die Fassung besorgte Wolfgang Leuthner, ein Verwandter des Baumeisters Abraham Leuthner. Die auf dem quadratischen Sockel nördlich und südlich stehenden offenen Seitenflügel werden ebenfalls von korinthischen Säulen getragen. Die in der Durchsicht stehenden Alabasterstandbilder der heiligen Jungfrau Maria und des Verkündigungsengels Gabriel schuf der Salzburger Hofbildhauer Bernhard Michael Mandl. Auf der Plattform knien zwei anbetende Engel; östlich vor dem Postament steht die Statue des Erzengels Michael mit seinem Flammenschwert. Das gesamte Denkmal umgibt eine Balustrade. Am Fuß des Kreuzes wurden unter einer Bleiplatte Reliquien, Münzen und verschiedene Dokumente eingemauert. Vor dem Denkmal findet jeweils am Abend des Dreifaltigkeitssonntags eine Andacht statt. Bilder: Fotofreunde Straubing, SWT - Bauten und Denkmäler
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Rathaus Stadt Straubing
Das Rathaus Straubing befindet sich in der 1218 gegründeten Neustadt Straubings und besteht aus mehreren verbundenen Gebäuden. 1382 wurde das erste Gebäude von einem Handelshaus in ein Rathaus umgewandelt; seitdem dient es als Dienstsitz für die Stadtverwaltung und den Stadtrat. Im Jahre 1893 erhielt es eine neogotische Fassade. „Die Stadt selbst ist hübsch, licht und freundlich" (Joseph August Schultes, 1819) Schon die frühen Reisenden, die ersten „Touristen" des 19. Jahrhunderts, waren von der Schönheit Straubings hingerissen. Die Lage am Donaustrom, der weitläufige, mit buntem Leben erfüllte Stadtplatz, die vielfältigen Kirchen und Baudenkmäler, all das begeistert auch heute noch die Besucher. Lassen Sie sich verzaubern vom Flair der alten Herzogsstadt an der Donau, tauchen Sie ein in das entspannte bayerische Lebensgefühl und begeben Sie sich auf Spurensuche in der jahrhunderte alten Geschichte Straubings. Sie können die zahlreichen Sehenswürdigkeiten entweder anhand unseres Infomaterials auf eigene Faust erkunden oder sich die Stadt bei einer unserer zahlreichen Führungen von einem charmanten und kompetenten Gästeführer zeigen lassen. Für die gemütliche Einkehr danach gibt es in Straubing eine große, vielfältige Auswahl an Wirtshäusern, Cafés und Biergärten, es ist für jeden Geschmack und Geldbeutel etwas dabei. Bilder: Wikipedia JNM - Eigenes Werk CC BY-SA 3.0 File:Rathaus Straubing.jpg Erstellt: 9. August 2012 Fotofreunde Straubing - Bauten und Denkmäler
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